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Stromausfall
Von Zeit zu Zeit und dann und wann
Schau ich mir einen Krimi an, Weil jeder Mensch - so geht's mir auch - Mal einen Nervenkitzel brauch'. Das Fernsehn ist, ganz ungehemmt, Mit Krimis abends überschwemmt. So wähle ich denn einen aus, Jedoch - verdammt und Schreck und Graus, Mein Apparat, er wollte nicht, Er sprang nicht an, kein rotes Licht, Kein Ton, nur Schwärze und kein Bild. Ich griff zum Telefon, ganz wild, Der erste "Fachmann", den ich rief, Der neigte seinen Kopf leicht schief, Besah sich kritisch das Gerät Und sprach: "Für heute ist's zu spät, Ich komme morgen wieder her..." Und ging davon, gedankenschwer. Am übernächsten Tage dann Rief ich den Kundendienstmann an. Der kam und sprach: "Was diesen quält, Ist, dass der Strom ihm gänzlich fehlt. Ich komme morgen wieder her..." Dann ging er weg - und kam nicht mehr. Der dritte Fernsehspezialist Blieb länger (was erstaunlich ist). Er schraubte auf und sah hinein Und sprach: "Hm, hm, was kann das sein? Hm, hm, mein Herr, ich fürchte sehr, Ein neuer Apparat muss her!" Verzweifelt drückte ich herum - Der Apparat blieb schwarz und stumm, Das raubte mir Geduld und Ruh'. Da kam mein Enkelkind hinzu, Und dieses war mein großes Glück: Er sah sich um mit forschem Blick, Er lächelte, so hämisch-fein... Und steckte dann den Stecker ein! Gesegnet sei mein Enkelsohn, Mein Apparat hat Bild und Ton. So langsam krieg' ich das Gefühl: DIE TECHNIK IST EIN KINDERSPIEL! |
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