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Germanengrüße

Cheruskerfürst Arminius
Trank seinen Met mit Hochgenuss,
Dann sprach er zu den Kampfgenossen:
"Genug des Weins ist nun geflossen -
Ich glaube, jetzt beginnt sie bald,
Die SCHLACHT IM TEUTOBURGER WALD,
Wir wollen doch im Morgengrauen
Die Römer ordentlich verhauen."

Der Varus stand vor seinen Reihen
Und fing entsetzlich an zu schreien:
"Arminius, uns ist der Sieg,
Verloren ist für dich der Krieg.
Wir sind, wenn's dich nach Kampf gelüstet,
Durch Waffentechnik gut gerüstet.
Ergib dich, denn die Techniklist
Euch zelthoch überlegen ist!"

Drauf rief der wackere Germane:
"Mein lieber Varus, ach ich ahne,
Ihr habt da einen neuen Gott?
Für den find' ich nur Hohn und Spott,
Ihr müsst ihn doch, zum rechten Streiten,
Erst einmal tüchtig einarbeiten.
Hier stehn Germanen, merk dir's gut,
Voll Honigwein und Heldenmut!"

Die Schlacht begann, wie es gewesen,
Das kann man im Geschichtsbuch lesen:
Die Römer, die an Sieg geglaubt,
Bekamen kräftig was auf's Haupt.
Arminius war sehr zufrieden,
Er hat den Kampf für sich entschieden.
Drum rief er fröhlich: "Bringet Met,
Soviel in eure Helme geht,
Lasst eure Schwerter nunmehr sinken:
Wir wollen einen darauf trinken!"

Es floh entsetzt der Römer Schar
(soweit es ihr noch möglich war)
Und Varus saß, mit lautem Schnaufen,
Auf einem großen Trümmerhaufen.
Der arme Kerl war ganz verdutzt,
Die Technik hat ihm nichts genutzt,
Dazu - er konnt' es garnicht fassen -
Hat ihn sein Chef aus Rom entlassen,
Und dieses, allem Recht zum Hohn,
Ganz ohne Anspruch auf Pension.
Zum Orkus mit den Techniklisten,
Wie sollt' er jetzt sein Leben fristen?
Er sprach: "Die Technik ist nichts wert!"
Und stürzte sich in's blanke Schwert.

Arminius sah dies von oben:
"Fürwahr, ich muss den Varus loben:
Weil ihn der neue Gott betrog,
Er flugs die Konsequenzen zog.
Drum lasst uns hier ein Mahnmal bauen
Für alle, die Gott 'TECHNIK' trauen.
Wir schreiben drauf, zu Roms Verdruss:
'Sehr herzlich grüßt Arminius!' "
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